Angriffe auf die Spiritualität durch den Vorgang der Projektion

 

 

In der Geschichte der Spiritualität oder der Menschen, die unmittelbar eine geistige Kraft ausstrahlten und authentisch lebten, zeigt sich oft, dass sie eine große Anziehung und sogar eine heilende Kraft auf andere Menschen ausübten. Andererseits war die Begegnung mit einem wirklich geistigen oder spirituellen Lehrer für manche Menschen eine Herausforderung oder gar Bedrohung, da ihr eigenes spirituelles Weltbild in Frage gestellt wurde. Von diesen wurden sie dann oft beleidigt, abgewertet und sogar verfolgt und bekämpft.

 

 

So ist in den Evangelien beschrieben, wie die Schriftgelehrten, die sich mit den religiösen Gesetzen sehr gut auskannten (sie befolgten sie zwar äußerlich, lebten sie aber nicht wirklich), immer wieder von Jesus Christus kritisiert wurden, da sie sich in ihrem Glauben heuchlerisch verhielten. In der Folge wurde der Christus dann von ihnen verworfen und verfolgt. (siehe: Matthäus 23, 13, „Weherufe gegen die Schriftgelehrten und Pharisäer“).

 

Menschen, die aber die Größe erahnten, wer der Christus war oder was in ihm lebendig lebte und sich ihm aufrichtig hinwendeten, erfuhren eine Art Heilung oder Befreiung. (siehe: Lukas 8, 43, „Heilung der blutflüssigen Frau“ oder Lukas 7, 36, „Jesu Salbung durch eine Sünderin“)

 

 

Dies ist nur ein Beispiel. Nachfolgende sogenannte Heilige in der Geschichte, wie z.B. Jakob Böhme, Franz von Assisi, oder auch direkt als geistige oder spirituell auftretende Personen wie der große indische geistige Lehrer Satya Sai Baba oder der westliche geistige Lehrer Rudolf Steiner hatten neben den vielen Menschen, die sie inspirierten oder heilten, auch gewisse Gegner, die sich von ihnen bedroht fühlten und sie verwarfen und bekämpften.

 

 

Es ist eine geistige Gesetzmäßigkeit, dass dort, wo wirkliche Geistigkeit in einem Menschen zum Ausdruck kommt, die Gegnerschaft auch sehr bald auf den Plan kommt. Der spirituell Suchende ist deshalb dazu aufgefordert, sich mit dem Bösen ebenfalls auseinanderzusetzen. Viele Menschen glauben heute, Spiritualität oder Yoga sei nur die Beschäftigung mit dem Schönen, dem Angenehmen, mit demjenigen, was einem guttut.

 

 

Das ist leider eine irrige Vorstellung, denn Spiritualität ist mehr ein Ringen um Entwicklung und damit eine Auseinandersetzung mit den Licht- und Schattenseiten im Menschen selbst, ja es ist sogar wie in der Bhagavad Gita (eine bedeutende heilige Schrift Indiens) beschrieben, ein innerer Kampf zwischen verschiedenen Kräften oder Wesen im Menschen, den er nur selbst ausfechten bzw. führen kann. Das sogenannte Böse gehört zum ganzen Dasein dazu und kann im einzelnen Menschen selbst zum Tragen kommen, wenn er ihm Nahrung gibt. Selbst Jesus ist mehrmals vom Teufel versucht worden und konnte souverän widerstehen. Da jeder Mensch die Erkenntniskraft von Gut und Böse in sich trägt ( vielleicht seit dem „Sündenfall“, wo der Mensch vom Baum der Erkenntnis gegessen hat…?), kann er sich immer entscheiden, welcher Kraft oder welchem Impuls er folgen will. Die Auseinandersetzung mit dem Bösen ist daher sehr wichtig auf einem spirituellen Übungsweg.

 

 

Was ich nun schon einige Jahre in der Begegnung mit Heinz Grill beobachten konnte, war einmal diese unglaubliche Fülle an inspirierenden Gedankeninhalten und anregenden Schritten zu einer eigenaktiven spirituellen Übungspraxis und Lebensführung mit konkreten höheren Zielen, die jeder selbstentschieden aufgreifen konnte. Und insbesondere die von ihm unmittelbar ausstrahlende, authentisch gelebte geistige Kraft, die durch seine Person und seine Worte und Taten bis heute zum Ausdruck kommt, war immer wieder neu erlebbar und diese wirkt ordnend, korrigierend, ja hoffnungsvoll und heilsam, befreiend und anregend auf die eigenen, meist noch ungenutzten schöpferischen Kräfte und Potentiale.

 

 

Sich auf das Denken und Fühlen eines geistigen Lehrers einzulassen und nicht von seinem eigenen Denken und Fühlen auszugehen, ist nach meiner Erfahrung aber scheinbar die größte Herausforderung für den spirituell suchenden Schüler. Denn es ist im gewöhnlichen Leben schon gängige Praxis, den anderen Menschen, wie er denkt, fühlt und handelt, schnell einmal in eine Schublade zu stecken oder zu bewerten oder sogar zu verurteilen. Daher kommt es auch in der Begegnung mit Heinz Grill zu dem Phänomen, dass Personen sich nicht auf die gelebte Spititualität von Heinz Grill und seine spirituellen Inhalte einlassen können und ihn persönlich abwerten, beleidigen und bekämpfen müssen. Sie können oder wollen sich nicht auf eine neue Art des Denkens einlassen, da sie ihre eigenen bisherigen Vorstellungen und Erfahrungen übersteigen oder zurücklassen müssten, die in der Regel mit der Begegnung mit einem wirklichen spirituellen Lehrer in Frage gestellt werden.

 

 

Die Empathiefähigkeit, sich wirklich in einen anderen Menschen hineinzuversetzen, hineinzudenken und hineinzufühlen, ist heute rar und die schnellen Urteile, Meinungen und Abwertungen sind zur Gewohnheit geworden. Es sind häufig eigene innere aufgespeicherte Erfahrungen, Gewohnheiten, Emotionen, falsche oder halb-wahre Vorstellungen, die wir in der Betrachtung eines anderen Menschen meist unbewusst auf diesen werfen oder überstülpen. Dieser Vorgang wird Projektion genannt.

 

 

Was bedeutet die Projektion?

 

 

In der Psychoanalyse bedeutet Projektion: „Die unbewusste Verlagerung eigener Wünsche, Gefühle oder Vorstellungen auf andere Personen oder Objekte“ (Quelle: begriffsgeschichte.de)

 

 

Als häufiges Beispiel kann ein Streit dienen. Der eine sagt, der andere sei schuldig. Der andere sagt, dass es nicht stimme und macht dem anderen Vorwürfe. Dieses Schuldzuweisen auf andere oder andere Umstände ist ja vielleicht anfangs noch harmlos, aber wie oft kommt es vor, dass der Streit sich steigert und sich ausweitet zu ganzen Menschengruppen und dann ganze Länder auf gefährliche Weise ergreift? Der eine weist dem anderen die Schuld zu, projiziert aber vielleicht sein eigenes Versagen, Scheitern oder seine eigene Schwäche auf den anderen. Die zweite Person bemüht sich eventuell um eine konstruktive Kritik und versucht, den Grund des Streites sachlich aufzuarbeiten, wird aber vom Gegner nicht gehört.

 

 

Die Projektion ist bis heute ein Phänomen im Bewusstsein des Menschen, die sich bis zu einer schweren, den Menschen schädigenden Kraft ausweiten kann, und die wir immer wieder in der Menschheitsgeschichte beobachten können und die nicht zu unterschätzen ist. Nur der einzelne Mensch selbst kann diese durch eine wirkliche empathische Bewusstseinshaltung, konstruktive Kritikfähigkeit und objektive Anschauungsbildung überwinden und verwandeln.

 

 

Welche schweren Folgen aus Projektionen für andere Menschen entstehen können zeigt folgendes: Im Mittelalter wurden beispielweise Frauen, die ein gewisses geheimes Wissen der Natur oder Heilkunde hatten, als Hexen verfolgt, die mit dem Bösen und dem Teufel im Bunde standen. Aus Neid und aus dem Machtstreben der Kirche wurde auf bestimmte Frauen die eigene Unfähigkeit, Unwissenheit, Boshaftigkeit und das eigene Scheitern und vor allem die eigene Grausamkeit projiziert, was heute für den Bürger ganz klar ist, dass es eine völlig irrige Wahn-Vorstellung war.

 

 

Das gleiche Phänomen der Projektion zeigte sich auch in der Inquisition, wo religiös anders Denkende als sogenannte Ketzer oder Häretiker verfolgt und auf ebenso grausame Weise wie die Hexen gequält und ermordet wurden. Auch hier könnte man das eigene Scheitern, den Neid und das religiöse Machtstreben, das immer mit idiologischen Wahnvorstellungen verbunden ist, als dasjenige benennen, das auf den anderen in beängstigendem Maße projiziert wurde.

 

 

Seit einiger Zeit erfährt auch der spirituelle Geistforscher Heinz Grill massive Angriffe gegen seine Person. Eine Frau und ein Mann, die zusammen als weit fortgeschrittene spirituelle Lehrer auftreten und gewisse anthroposophisch orientierte Projekte in einer revolutionären Wirtschaftsweise beraten, greifen Heinz Grill mit heftigsten Sektenvorwürfen an. Dies geschieht mit seitenweisen E-Mails, die sie aber auch über einen Verteiler ungefragt an Anthroposophen und anthroposophische Einrichtungen verschicken. In diesen E-Mails wird Heinz Grill als gefährlicher Sektenführer bezeichnet, dessen Arbeit und Wirken verwerflich, schwarzmagisch und höchst kriminell sei.

 

 

Ausgangspunkt war an einem öffentlichen Gesprächsabend eine fachlich-sachliche Kritik, die Heinz Grill gegenüber der Frau und dem Mann aussprach. Dies wurde zuerst angenommen, jedoch im Nachgang zurückgewiesen und mit heftigsten Vorwürfen und Anschuldigungen beantwortet. Heinz Grill würde in ihre Seele eingreifen und schwarzmagisch wirken, er wolle sie vernichten usw.. Er dürfe auch kein Wort mehr zu seiner Verteidigung in der Öffentlichkeit aussprechen. Diese Vorwürfe, diese heftigste Gegenwehr mit aggressiven Anschuldigungen erscheinen vor dem Hintergrund einer sachlichen und konstruktiven Kritik für meinen Eindruck völlig überzogen und wirken so, als wenn sich jemand besonders als Opfer öffentlich präsentieren will, dabei aber ganz ungeniert den angeblichen Täter aufs Schlimmste diffamiert und niedermacht. Die Vorwürfe der Sekte, der Schwarzmagie, der Kriminalität und Verwerflichkeit sind schlimmste Anschuldigungen gegenüber einem Menschen, die nicht leichtfertig zu nehmen sind.

 

 

Die wiederholten Attacken gehen jedoch bis heute von diesem Mann und dieser Frau aus und bewirken starke krankmachende Wirkungen, die ich selbst vor Ort erlebt habe, wo normalerweise durch eine solide spirituelle Arbeit ein Aufbau von Lebenskräften überwiegt. Diese Anschuldigungen, sind Projektionen, eigene Schwächen und Probleme oder ein eigenes Scheitern, das auf den anderen übertragen wird. Es zeigt sich in der so stark ausgeprägten Opferrolle eine sogenannte Täter-Opfer-Umkehr, denn die beiden Personen wurden nicht von Heinz Grill angegriffen, sondern fachlich kritisiert und korrigiert. Im Gegenzug starteten die beiden jedoch die schon ein Jahr andauernde Hetzkampagne.

 

 

Das Gegenteil der Projektion wäre eine möglichst objektive Anschauungsbildung und eine konstruktive Kritikfähigkeit, die man an der spirituellen Hochschule in Italien /Lundo erlernt und auf sorgfältige Weise übt.

 

Die objektive Anschauungsbildung ist der Vorgang in der wachen Wahrnehmung, gedanklichen Vorstellungsbildung, Abwägung und schließlich reifen Beurteilung von sich selbst, dem anderen und der ganzen Situation, die dann eine konstruktive Kritik ermöglicht. Die konstruktive Kritik bedeutet einmal, dass man sich selbst kritisch wahrnehmen kann und auch den anderen möglichst objektiv wahrnimmt und beurteilen kann und dann entsprechend, wenn notwendig, auf sachliche und fachlich objektive Weise eine Kritik äußert, die die Sache an sich korrigiert, nicht aber den Menschen abwertet, sondern weiterhin achtet!

 

 

Darin ist Heinz Grill mein persönliches Vorbild und mein geistiger Lehrer und das schätze ich an seiner Arbeit und Person sehr, denn es kann die Würde aller Beteiligten wieder aufrichten und neue Perspektiven eröffnen. Deshalb muss ich hier auch zum Schluss diese ganzen Projektionen, die auf meinen Lehrer und damit auch auf mich auf heftigste Weise geworfen werden, entschieden zurückweisen. Und, ich werde die objektive Anschauungsbildung und konstruktive Kritikfähigkeit weiterhin üben und in meiner Arbeit vermitteln, denn sie ist ein wertvoller Beitrag zur Friedensarbeit! 

 

 

Nochmal zur Erinnerung, eine Projektion bedeutet:

 

Ein Mensch wirft einem anderen etwas vor, was er selbst in sich trägt und was er selbst nicht erkennt oder erkennen will….

 

Das Gegenteil im Sinne des Yoga oder Geistschulungsweges wäre:

 

Die Hinwendung, Hingabe ist bhakti-Yoga, es ist die Fähigkeit (tiefste Empathiefähigkeit), nicht von seinem eigenen bisherigen Denken und Fühlen auszugehen, sondern von dem Denken und Fühlen des anderen auszugehen und es zu verstehen, im Sinne des Yoga von den Gedanken des Spirituellen Lehrers denken und fühlen zu lernen…

 

 

                                                                                                                                             Am Comersee

                                                 

                                   Das Kräftespiel in der Atmosphäre als Gleichnis für das Kräfteringen im Menschen...